Werkzeuge und Hilfen?
Ohne Übung wird es nichts. Für unseren Chor heißt das: einmal in der Woche eine gemeinsame Probe, mit Atem- und Stimmübungen, Repertoire-Pflege, Lernen neuer Stücke, Verbessern vorhandener Stücke, hören, singen, gemeinsam singen.
Was aber, wenn man das Bedürfnis hat, eine Melodie, einen Einsatz, einen Rhythmus, in dem man noch unsicher ist, allein zu üben oder mit wenigen anderen?
Wer Noten lesen kann, wer Klavier, Gitarre oder ein anderes Instrument spielt, hat natürlich schon wichtige Hilfsmittel bei der Hand.
PC, Tablet oder Smartphone helfen dagegen nur begrenzt weiter. Zwar gibt es verschiedene Programme, die versprechen, beim Singenlernen zu unterstützen. Unsere Erfahrungen damit ist aber, dass man nicht zu viel erwarten darf. Computer helfen so, wie auch schon Radio, Plattenspieler und Tonbandgerät in grauer Vorzeit geholfen haben - Lieder hören, mitsingen, nachsingen. Es geht nur etwas leichter als früher: Verlage stellen manchmal zu den Noten auch Tonaufnahmen der Chorsätze zur Verfügung, und wenn man digitale Notensätze hat, können die Stimmen einzeln abgespielt werden, so dass man die Melodieführung und den Zusammenklang einzelner Chorstimmen gezielt verfolgen und üben kann. Was auch geht: Üben, einen angegebenen Ton direkt und genau zu treffen (dazu benutzt man eine App zum Stimmen von Instrumenten, nicht zum Singenlernen).
Insgesamt bleibt aber das Wichtigste die wöchentliche Chorprobe. Aus dem großen Arsenal der Übungen und Techniken des Gesangsunterrichts wählt die Chorleitung die Übungen aus, die in der aktuellen Situation am meisten bringen, sie werden richtig erklärt, man kann sie auch zuhause üben, und ehe man sich etwas falsches angewöhnt, ist schon wieder die nächste Chorprobe, die das korrigiert.